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E-Book-Reader – Kleines Format und große Technologien

14 Juni 2009 No Comment

Txtr E-Book-ReaderMit dem Rocket eBook brachte NuvoMedia 1999 das erste Lesegerät für digitale Bücher auf den Markt. Trotz des enormen Potentials, das in den sogenannten E-Book-Readern steckt, konnte sich das Rocket eBook entgegen aller Erwartungen nicht gegen das traditionelle Buch durchsetzen. Aus diesem Grund stellte NuvoMedia die Produktion schon nach kurzer Zeit wieder ein. Dennoch ließen sich einige Unternehmen nicht entmutigen und entwickelten eigene Lesegeräte für E-Books, doch auch hier blieb der Erfolg aus.

Zum damaligen Zeitpunkt konnten E-Book-Reader noch nicht die Massen begeistern, da sie auf einer recht simplen Technik basierten und folglich kaum Komfort boten. Das Lesen auf den kleinen Bildschirmen ermüdete die Augen schnell, sodass leidenschaftliche Bücherwürmer nach wie vor das traditionelle Buch aus Papier bevorzugten.

Im Jahre 2004 stellte dann der internationale Elektronik-Konzern Sony seinen E-Book-Reader LIBRIE EBR-1000EP der Öffentlichkeit vor. Im Gegensatz zu seinen zahlreichen, gescheiterten Vorgängern bestach dieses Lesegerät durch eine ausgefeilte Technologie, die ein Maximum an Lese-Spaß garantierte.

Sowohl die Maße, als auch das Gewicht dieses innovativen E-Book-Readers entsprachen dem eines gewöhnlichen Taschenbuches. Darüber hinaus verwandte das Lesegerät LIBRIE EBR-1000EP als erster E-Book-Reader elektronisches Papier. Das sogenannte E-Paper der Firma E-Ink ahmt gewöhnliches Papier perfekt nach, sodass der Bildschirm eine extrem feine, detaillierte und kontrastreiche Darstellung liefert.
2006, also etwa zwei Jahre später, machten sich auch andere Unternehmen die Innovationen der Firma E-Ink zunutze und brachten eigene E-Book-Reader auf den Markt.

Heute verwenden sämtliche E-Book-Reader, die auf dem Markt erhältlich sind, elektronisches Papier, sodass das sogenannte E-Paper für den aktuellen Erfolg dieser Lesegeräte absolut essentiell ist. Im Gegensatz zu Computerbildschirmen reflektiert das Display eines E-Book-Readers das Sonnenlicht wie normales Papier, wodurch der Leser praktisch nicht geblendet werden kann.

Die Tatsache, dass elektronisches Papier ähnlich wie gewöhnliches Papier gebogen werden kann, macht einen E-Book-Reader zu einem perfekten Begleiter unterwegs. Schließlich sorgt die Flexibilität des Materials für eine maximale Widerstandsfähigkeit. Außerdem müssen Bücherwürmer dank des elektronischen Papiers nicht fürchten, von der Sonne geblendet zu werden, und können folglich auch im Freien problemlos in ihren Lieblingsbüchern schmökern.

Da bei modernen E-Book-Readern die Inhalte ausschließlich beim Umblättern neu geladen werden müssen und das elektronische Papier außerdem über keine eigene Beleuchtung verfügt, ist der Stromverbrauch extrem gering. Somit laufen Besitzer eines solchen Lesegeräts für digitale Bücher nur äußerst selten Gefahr, dass das Gerät plötzlich abschaltet und der Akku neu aufgeladen werden muss. Durch den großzügigen Speicherplatz, mit dem die aktuellen Modelle ausgestattet sind, kann ein E-Book-Reader eine komplette Bibliothek ersetzen und Bücher-Freunden ein stundenlanges Lesevergnügen bescheren.

Mit dem elektronischen Papier gelang es E-Ink also, die Vorzüge von gewöhnlichem Papier und Computerbildschirmen zu vereinen und eine vollkommen neue Generation an Displays zu entwickeln. Da hierbei sämtliche Bilder oder Texte dauerhaft angezeigt werden, kann der Stromverbrauch minimiert und ein Flimmern absolut ausgeschlossen werden. Außerdem wird durch den geringen Abstand der bildgebenden Elemente gewährleistet, dass die Inhalte von jedem Blickwinkel aus vollkommen identisch sind.

Zu Anfang konnte elektronisches Papier nur für recht kleine Bildschirme eingesetzt werden, weshalb Freunde des digitalen Buches zumindest vorerst auf größere Displays verzichten mussten. Mittlerweile hat sich diese Technologie jedoch maßgeblich weiterentwickelt, sodass Amazon sein neues Kindle DX mit einem 9,7 Zoll-Bildschirm ausstatten konnte.


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