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E-Book-Reader in Deutschland, Europa und den USA

14 Juni 2009 6 Comments

E-Book-ReaderNachdem der Online-Bücherversand 2007 seinen E-Book-Reader Kindle auf den Markt gebracht hat, erlebte das E-Book zumindest in den Vereinigten Staaten von Amerika einen regelrechten Boom. Da Ende der 90er-Jahre jegliche Versuche zur kommerziellen Vermarktung von elektronischen Büchern gescheitert waren, wurde dieses Format als nicht vermarktungsfähig gewertet, sodass E-Books wieder schnell in Vergessenheit gerieten.
Trotzdem wagte die Amazon-Unternehmensgruppe einen weiteren Versuch und bot das sogenannte Kindle 2007 erstmals auf www.amazon.com an. Gleichzeitig ging auch ein entsprechender Internet-Shop online, der von Anfang an eine enorme Vielzahl an E-Books bereithielt. Käufer eines Kindles hatten also schon zu Beginn des Verkaufs in den USA die Möglichkeit, sich fast alle amerikanischen Bestseller der New York Times herunterzuladen. So hat das Amazon Kindle für eine echte Revolution der US-amerikanischen Buch-Branche gesorgt, denn mittlerweile werden mehr als 30% der gekauften Bücher in digitaler Form verkauft.
In den USA erfreuen sich E-Books und die entsprechenden Lesegeräte also großer Popularität und sind aus dem Alltag praktisch nicht mehr wegzudenken. Doch hierzulande sind E-Book-Reader noch relativ unbekannt, obwohl es in Europa mittlerweile auch einige Anbieter von E-Books gibt. Bekannte Unternehmen der Elektronik-Branche versuchen jedoch bereits ihre E-Book-Reader in Deutschland und anderen europäischen Staaten zu vermarkten. Bisher ist der große Erfolg zwar ausgeblieben, aber dies scheint nur eine Frage der Zeit zu sein. Denn noch in diesem Jahr wird Amazon das Kindle auf der Frankfurter Buchmesse vorstellen und auf diese Art und Weise in den europäischen Markt einführen.
Mit dem Verkaufsstart des E-Book-Readers Kindle in Deutschland wird Amazon selbstverständlich ebenfalls entsprechende Literatur zum kostenpflichtigen Download bereitstellen, sodass Freunde des digitalen Buchs auch hierzulande in den aktuellen Bestsellern schmökern können.

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6 Comments »

  • Torben said:

    Hoffentlich wird das gegen Ende des Jahres etwas mit dem Kindle 2!
    Da ich über keine Kreditkarte verfüge, muss ich leider auf die amerikanische Version des Kindle DX verzichten. Ärgerlich.

  • Die-Wandaufkleber said:

    Ich bin mal gespannt ob der Trend zum Ebook auch in Deutschland ankommt. Generell finde ich das eine gute Sache..allerdings geht nichts gegen ein “altes” Buch aus Papier. Man sitzt ja bekanntlich schon oft genug vor dem Rechner.

  • Klara said:

    Eins scheint sicher: E-Book-Reader werden die Welt nicht auf den Kopf stellen, aber sicherlich Einfluss nehmen, das Leseverhalten verändern und in manchen Bereichen (Schule, Fachliteratur) deutlich erleichtern. Das gedruckte Buch mit seiner langen Geschichte von über 500 Jahren wird in absehbarer Zukunft, ganz nach dem Rieplschen Gesetz, nicht verdrängt werden. Es ist aber trotzdem denkbar, dass das neue Medium als portable, platzsparende Bücherei überzeugen und eine höhere Reichweite als das klassische Buch haben kann.
    In den USA ist bereits jedes zweite Buch digital, das als E-Book und in papierner Form angeboten wird. Dort bietet Amazon alle E-Books zu einem maximalen Preis von 10$ an und zahlt den Verlagen die Differenz, um die User an günstigere Preise zu gewöhnen. In Asien bekommt man dagegen die Geräte hinterher geworfen.
    In Deutschland bleibt die Entwicklung spannend - Angela Merkel hat sich auf der Buchmesse jedenfalls für das klassische Buch ausgesprochen.

  • Aus Hamburg said:

    Vor einigen Monaten war ich noch völlig gegen diese neuen Ebooks. Es war einfach unmöglich für mich, kein Buch mehr in die Hand zu nehmen. Mittlerweile sehe ich das anders. Für einige Zwecke sind die Reader toll und sehr gut zu verwenden. Hoffentlich einigt man sich in der Zukunft auf eine gemeinsame Dateiformat.

  • Simon said:

    Es bleibt abzuwarten, wie sich die Ebook Reader letztlich wirklich auf dem Markt etablieren können. Ich glaube nicht, dass sie so rasant eine leitende Funktion einnehmen, wie es von vielen vermutet wird. Immerhin muss die Zielgruppe auch erst einmal von den neuen Funktionen überzeugt werden.

  • Robin said:

    Die Reader werden sich in meinen Augen zunächst im Privatgebrauch durchsetzen. Ich bezweilfe, dass sie so schnell den Sprung in Bildungseinrichtungen schaffen werden. Immerhin sind sie bisher mit einem hohen Kostenaufwand verbunden und gerade in Deutschland können diesen die meisten Schulen nicht bewältigen.

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